Einschlafstörungen? – Tipps & Tricks um wieder besser schlafen zu können

Einschlafstörungen sind ein großes Problem in unsrer heutigen Gesellschaft.
Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Schlafstörungen
MENU
  1. Was sind die Ursachen von Einschlafstörungen?
  2. Liste, mit Symptomen von Einschlafstörungen
  3. Die 3 wichtigsten Formen von Schlafstörungen
  4. Einschlafprobleme vs Einschlafstörungen – wann solltest du zum Arzt?
  5. 11 einfache Tipps bei Einschlafstörungen
  6. Die 9 Tricks der Homöopathie

WAs Sind die Ursachen von Einschlafstörungen?

Die Ursachen für Einschlafstörungen können vielfältig sein, meist sind sie jedoch entweder psychischen oder körperlichen Ursprungs.

Wenn du zu viel Stress im Job hast oder dir Sorgen um deine Liebsten machen musst, verfolgen dich die Gedanken und Sorgen meist bis in die Nacht. Genauso können unbewältigte Probleme, Konflikte und belastende Ereignisse dazu führen, dass du immer am Grübeln bist und nicht zur Ruhe kommst. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen können Einschlafstörungen auslösen.

Gesundheitliche Beschwerden, wie beispielsweise chronische Schmerzen oder Herzprobleme werden oft mit Medikamenten behandelt, deren Nebenwirkungen auch deinen Schlaf beeinträchtigen können. Doch auch Muskelzuckungen, ein Kribbeln in den Beinen oder ein anhaltender Juckreiz können dazu führen, dass du einfach nicht einschläfst. Bei Frauen in den Wechseljahren kommt hinzu, dass sie oft mit Hitzewallungen und Nachtschweiß zu kämpfen haben.

So kommt es, dass etwa 25 % aller Deutschen an Schlafstörungen – meistens Einschlafstörungen – leiden. Einen Überblick zu Ursachen von Schlafstörungen im allgemeinen findest du hier.

Weitere Faktoren, die den Schlaf beeinträchtigen können:

Kaffee und Koffeein führen zu Einschlafstörungen

Erhöhter Koffeinkonsum

Lasagne und andere Gericht vor dem Schlafengehen vermeidente

Üppiges Essen vor dem Schlafengehen

Ein richtiger Schlafrhythmus ist wichtig, um Einschlafstörungen zu vermeiden.

Unregelmäßige Schlafzeiten

Die Schlafumgebung ist besonders wichtig, um gegen Einschlafstörungen vorzugehen.

Schlafumgebung

Schnarchen des Partners ist nervig und kann zu Einschlafstörungen führen

Schnarchen des Partners

Die richtige Raumtemperatur im Schlafzimmer hat eine wesentliche Wirkung auf deinen Schlaf

Raumtemperatur


Liste mit Symptomen von Einschlafstörungen

Neben dem wohl eindeutigsten Symptom, Schwierigkeiten beim Einschlafen zu haben, können auch andere Zeichen auf eine Einschlafstörung hinweisen:

  •  Müdigkeit im Alltag: Deine Augen fallen fast zu und du hast das Gefühl auf der Stelle einschlafen zu können? Das sind klare Anzeichen, dass du zu wenig Schlaf abbekommen hast.
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen sind ebenfalls ein Merkmal von Einschlafstörungen. Doch Vorsicht, nur weil du ein Langschläfer bist und dir das frühe Aufstehen schwerfällt, muss das nicht bedeuten, dass du an einer Schlafstörung leidest.
  • Auch Antriebslosigkeit, also das ständige Gefühl müde, lustlos und abgeschlagen zu sein, sollte bei dauerhaftem Zustand untersucht werden. Es kann im Zusammenhang mit Einschlafstörungen auftreten.
  • Gereiztheit entwickelt sich meist durch das Zusammenspiel von Müdigkeit und Stress, welches beides übliche Symptome einer Schlafstörung sind.
  • Konzentrationsschwierigkeiten und Leistungseinbuße hängen stark zusammen. Wer sich nicht richtig konzentrieren kann und leicht ablenken lässt, braucht länger um seine Aufgaben zu erledigen. Konzentrationsschwächen können harmlos sein, bei andauerndem Zustand aber auch Folge von Einschlafstörungen sein.
Frau spricht einen Radiobeitrag als Einschlafhilfe
Steffi kämpft mit Einschlafstörungen

Steffis Teufelskreis

Steffi ist Tontechnikerin bei einem bekannten TV-Sender. In ihrem Job ist sie permanent hohen Druck ausgesetzt, weil alles immer auf den Punkt perfekt sein muss. Oft fühlt sie sich gestresst und überfordert. Hinzu kommt, dass ihr Sohn nun Probleme in der Schule hat und sie sich um ihre kranke Mutter kümmern muss. Abends kann Steffi nicht mehr einschlafen, die Gedanken und Sorgen wirbeln ihr durch den Kopf und sie kommt einfach nicht zur Ruhe. Dabei hat Steffi doch letzte Nacht nur 5 Stunden geschlafen und müsste total müde sein. Am nächsten Tag startet sie wieder übermüdet und gereizt in ihren Tag. In der Arbeit lässt ihre Konzentrationsfähigkeit nach. Die Angst nächste Nacht wieder an Einschlafstörungen zu leiden steigt.

Die 3 wichtigsten Formen von SChlafstörungen

Schlafstörung ist nicht gleich Schlafstörung. Zwar haben die verschiedenen Formen der Schlafstörung viele gemeinsame Ursachen und Folgen, jedoch sollte man gerade im Bezug auf die Behandlung zwischen den verschiedenen Formen unterscheiden:

Insomnie

Insomnie ist der medizinische Fachausdruck für Schlafstörungen. Er bezeichnet sowohl Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen als auch vorzeitiges Erwachen. Alle Formen können durch nicht-medikamentöse oder medikamentöse Therapie behandelt werden. In jedem Fall ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen, da Insomnien das Risiko einer Depression um ein Vielfaches erhöhen.

Hypersomnie

Hypersomnie ist eine Form von Schlafstörung, die sich exzessiv durch Tagesschläfrigkeit kennzeichnet. Diese Tagesschläfrigkeit wird jedoch nicht durch Insomnie ausgelöst.

Schlafbezogene Bewegungsstörungen

Bei schlafbezogenen Bewegungsstörungen, wie beispielsweise dem Restless-Legs-Syndrom (RLS) leiden die Betroffenen unter unwillkürlichen Zuckungen, Missempfindungen und Schmerzen der Beine. Die genaue Ursache ist noch nicht erforscht, jedoch erkranken Frauen häufiger an RLS als Männer.

Einschlafprobleme vs EInschlafstörungen – wann solltest du zum Arzt?

Du liegst abends oft im Bett, aber kannst einfach nicht einschlafen? Erstmal musst du dir keine Sorgen machen, so geht es vielen. Das kann auch ganz unterschiedliche Ursachen haben. Vor allem, wenn es bei dir zurzeit sehr stressig ist, du dir viele Gedanken machst oder ein neues Schlafumfeld hast, sind Einschlafstörungen nicht selten. Was du dagegen tun kannst erfährst du hier.

Erst wenn die Einschlafprobleme über einen Zeitraum von einem Monat, mehrmals die Woche länger als eine halbe Stunde auftreten, spricht man von Einschlafstörungen und du solltest einen Arzt aufsuchen. Ab einer Dauer von sechs Monaten handelt es sich um chronische Einschlafstörungen. Als Folge leiden die Betroffenen üblicherweise an Konzentrationsmangel, Müdigkeit und herabgesetztem Wohlbefinden. Antriebslosigkeit dominiert den Alltag.

Doch gemeinsam mit einem Arzt, lässt sich die Ursache von Einschlafstörungen meist erkunden. Je nach Ursache können anschließend diverse Therapien oder Tipps angewendet werden. 

11 einfache Tipps bei Einschlafstörungen

Abends etwas lesen oder anhören hilft gegen Einschlafstörungen
Etwas Lesen oder etwas Seichtes anhören

1. Nichts erzwingen

Wenn du abends im Bett liegst, aber einfach nicht einschläfst, solltest du nicht einfach liegen bleiben und hoffen das es besser wird. Steh lieber nochmal auf geh eintönigen Tätigkeiten nach, lies etwas oder schreibe deine Gedanken auf. Erst wenn du tatsächlich müde bist, solltest du dich wieder ins Bett legen. Wichtig ist auch, dass du nicht die ganze Zeit auf die Uhr schaust. Das übt nur Druck aus und lässt dich auch nicht schneller einschlafen. Am besten ist es, wenn du ein Gefühl dafür entwickelst, wann du wirklich müde bist und ins Bett gehen solltest.

2. Ruhe bewahren

Du machst dir bereits vor dem Schlafengehen Gedanken über deine Einschlafstörung? Das solltest du vermeiden. Angst vor Einschlafstörungen kann die Entstehung von Einschlafstörungen begünstigen. In Folge wird dir das Einschlafen tatsächlich schwerfallen. Versuche stattdessen Ruhe zu bewahren, dir keine Sorgen zu machen und den Zustand zu akzeptieren.

Yogaübungen und andere Entspannungstechniken helfen gegen Einschlafstörungen.
Nutze das Bett nur zum Schlafen, so kannst du Einschlafstörungen vermeiden.
Ein Bett ist nur zum Schlafen da

3. Ein Schlafzimmer ist zum schlafen da

Achte außerdem darauf, dass du das Schlafzimmer einzig und allein zum Schlafen nutzt. Einfach mal im Bett liegen, einen Film schauen oder gar im Bett essen sind Tabu. Durch die sogenannte Stimulus Kontrolle merkt sich dein Körper, dass im Schlafzimmer nur geschlafen wird und wird müde.

4. Persönliches Schlafritual

Zudem ist eine gute Schlafhygiene enorm wichtig. Das bedeutet, du solltest deinen eigenen Schlafrhythmus entwickeln mit regelmäßigen Schlafzeiten, dein Schlafzimmer gemütlich und wohltemperiert einrichten und deinen Abend entspannend gestalten. Am besten wäre es, du entwickelst dein persönliches kleines Schlafritual.

Eine Frau liest ein Buch als Einschlafhilfe
Achte auf deinen eigenen Schlafrhythmus. Jeder ist individuell.
Einschlafstörungen heißt nicht, dass man müde sein muss, wenn es der Partner ist

5. DEIN Schlafrhythmus zählt

Mache dich beim Schlafengehen nicht abhängig von deinem Partner. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus und du solltest erst dann ins Bett gehen, wenn du müde bist. Sonst kann es sein, dass du stundenlang wach liegst und mit Einschlafstörungen zu kämpfen hast.

6. Ablenken

Zwinge dich nicht zum Einschlafen, wenn es nicht geht akzeptiere den Zustand, lenk dich etwas ab und versuche es dann erneut.

Manchmal hilft auch das Gute alte Schäfchen zählen gehen Einschlafstörungen.
Schäfchen zählen gegen Einschlafstörungen
Vermeide Elektronik vor dem Schlafengehen, um Schlafstörungen zu vermeiden.

7. Elektronik vermeiden

Vermeide mindestens zwei Stunden bevor du ins Bett gehst den Umgang mit elektronischen Geräten. Diese strahlen blaues Licht aus, welches die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemmt. Stattdessen könntest du mal wieder ein Buch lesen oder Schäfchen zählen.

8. Sport und Ernährung

Auch deine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten könne deinen Schlaf maßgeblich beeinflussen. Abends solltest du nur eine leichte, gesunde Kost zu dir nehmen. Zudem kann Bewegung und regelmäßiger Sport deinen Schlaf positiv beeinflussen

Ein gesunder Lebensstil, Sport und Bewegung helfen gegen Einschlafstörungen.
Achte auf einen gesunden Lebensstil
Yoga und Entspannungsübungen helfen gegen Einschlafstörungen
in sich kehren und entspannen hilft gegen Einschlafstörungen

9. Yoga & Co.

Immer mehr Menschen bauen kurze Entspannungsmethoden in ihren Alltag ein. Durch Yoga oder Mediation kannst du deine Gedanken ordnen und zur Ruhe kommen. Das hilft dir Stress abzubauen und somit die Wahrscheinlichkeit von Einschlafproblemen zu reduzieren.

10. Wärme

Ein warmes Körnerkissen, eine Wärmflasche oder auch ein warmes Bad am Abend helfen dir zur Ruhe zu kommen und ohne Probleme einzuschlafen. Beachte, dass das Wasser eine angenehme warme Temperatur von etwa 38 Grad haben sollte.

Wärme und die richtige Temperatur sind wichtig, um Einschlafstörungen zu vermeiden
Der Allrounder warme Milch mit Honig hilft auch bei Einschlafstörungen
Der Allrounder warme Milch mit Honig hilft auch bei Einschlafstörungen

11. Warme Milch mit Honig

Der Allrounder warme Milch mit Honig hilft auch gegen Einschlafstörungen. Die Milch beruhigt nicht nur die Rachenschleimhaut, sondern enthält auch die Aminosäure Tryptophan welche im Zusammenspiel mit Honig die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin bewirken kann. Des Weiteren steigert warme Milch mit Honig das Wohlbefinden und wirkt entspannend.

Jeder der hin und wieder mit Einschlafstörungen zu kämpfen hat sollte diese Tipps unbedingt  ausprobieren. Letztendlich muss aber jeder für sich herausfinden, welche Einschlafhilfe die richtige für ihn ist.

Wir haben außerdem die wichtigsten Einschlafhilfen für euch getestet. Hier erfahrt ihr mehr darüber, welche wirklich wirksam sind.

9 Tricks aus der Homöopathie

1. Lavendel

Lavendel ist das Zaubermittel, ob als Duftsäckchen im Schlafzimmer, als Öl zum Einreiben oder im Tee wirkt es gegen Unruhe und Angstgefühle. Im Besonderen bei Frauen, die an wechseljahrsbedingten Einschlafstörungen leiden, bietet Lavendel eine hervorragende Therapie. Da Lavendel direkt auf das Nervensystem wirkt und Botenstoffe, die für die Erregung von Sorgen verantwortlich sind, zurückdrängt hat es einen antidepressiven, beruhigenden und entkrampfenden Effekt.

2. Baldrian

Baldrian hilft durch seine beruhigende, aber nicht narkotisierende Wirkung vor allem bei Einschlafstörungen, die auf Grund von Nervosität, innerer Unruhe und einen zu hohen Koffeinkonsum ausgelöst werden.

3. Hopfen

Hopfen kann die beruhigende Wirkung von Baldrian verstärken. Du kannst ihn entweder als Tee trinken oder dein Baumwollkissen mit Hopfenzapfen befüllen.

4. Melisse

Die etwas teurere Variante sind Melissen Öl oder Melissen Blätter, doch auch diese  lösen ein entspanntes Gefühl im Körper aus.

5. Passionsblume

Bei leichten Formen nervöser Unruhe, Einschlafstörungen und nervösen Herzbeschwerden wirkt die Passionsblume herzstärkend, beruhigend und krampflösend. Passionsblumenkraut ist Bestandteil vieler Früchteteemischungen und in vielen Drogeriemärkten zu finden.

6. Johanniskraut

Johanniskraut ist ein pflanzliches Antidepressivum. Da Depressionen oft der Auslöser für Einschlafstörungen sind, kann Johanniskraut als Tee oder Fertigpräparat eingenommen werden. Jedoch solltest du beachten, dass es die Wirksamkeit anderer Medikamente herabsetzen kann.

7. Öle zum Einmassieren

Außerdem eigenen sich Lavendel Öl und Thymian Öl sehr gut zum einreiben des Rückens oder alternativ der Füße.

8. Latschenkiefer

Latschenkiefer fördert die Durchblutung und lockert die Muskulatur. Es eignet sich hervorragend für ein Entspannungsbad vor dem Schlafengehen.

9. Heilbäder

Heilkräuter können zudem in Kombination mit einem warmen Bad ihre Wirkung gegen Einschlafstörungen besonders gut entfalten. Entweder du kaufst eine Heilbad-Mischung in der Apotheke oder versuchst es mal selbst.

Ein heißes Bad vor dem Schlafengehen bewirkt Wunder.
Einschlafstörungen? Probiere es doch mal mit einemheißen Bad.

… und was sind deine Tipps & Tricks?

Erzähl uns in den Kommentaren gerne mehr über deine Methoden gegen Einschlafstörungen.

Wenn du gerne Musik oder Podcasts zum Einschlafen hörst, interessieren dich möglicherweise auch die folgenden Artikel:

Die wichtigsten Tipps rund ums Thema Einschlafhilfe Podcast

Musik zum Einschlafen? alles was du darüber wissen musst

Oder abonniere unseren Newsletter für viele weitere spannende Beiträge im Bereich Tinnitus, Schlafstörungen und Behanlungsmethoden.


Bitte wählen Sie aus wie Sie von Tinus hören möchten:

Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen, indem Sie auf den Link in der Fußzeile unserer E-Mails klicken. Für Informationen über unsere Datenschutzpraktiken besuchen Sie bitte unsere Website.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.