Geräusch im Ohr – Alles was Sie über Tinnitus wissen sollten

Inhaltsangabe:

Um was handelt es sich bei einem Geräusch im Ohr?

Ein spontan auftretendes Geräusch im Ohr bezeichnet man als Tinnitus. In den meisten Fällen verschwindet dieser von ganz alleine wieder. In wenigen Fällen kann das Geräusch allerdings auch chronisch werden und ist somit dauerhaft hörbar. Ein Tinnitus bezeichnet allerdings keine Erkrankung, sondern lediglich ein Symptom. Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei Arten von Geräuschen.

Tinnitustypen

Der objektive Tinnitus

Falls Sie nach dem Auftreten eines Tinnitus einen Arzt besuchen, wird dieser am Anfang unterschiedliche Tests durchführen, um das Geräusch im Ohr ebenfalls wahrzunehmen. Gelingt ihm das, spricht man von einem objektiven Tinnitus. Die Ursache für das Geräusch ist eine real existierende physische Schalquelle. Die Therapie besteht daraus, diese Quelle zu beseitigen.

Geräusch im Ohr - objektiver Tinnitus
Geräusch im Ohr - objektiver Tinnitus
Der subjektive Tinnitus

Bei einem subjektiven Tinnitus kann ein untersuchender Arzt die Töne nicht wahrnehmen. Die Ursache liegt hier meistens bei einem Fehler im auditiven System des Gehirns.

Geräusch im Ohr - subjektiver Tinnitus
Geräusch im Ohr - subjektiver Tinnitus

Unterschiedliche Tinnitus Schweregrade

Das Geräusch im Ohr lässt sich in verschiede Schweregrade einteilen. Je nach Belastungsgrad wird der Tinnitus wiederum in vier Grade eingeteilt. Der 1. und der 2. Grad beziehen sich dabei auf den kompensierten Tinnitus und der 3. und 4. Grad auf den dekompensierten Tinnitus.

1. Grad

Betroffene verspüren keine Einschränkung in Ihrem Wohlbefinden

2. Grad

Tinnitus stört hauptsächlich in stillen Umgebungen und bei Stress

3. Grad

Dauerhafte Einschränkung für Betroffene im privaten und beruflichen Bereich

4. Grad

starke Einschränkung der Lebensqualität bis hin zu Depressionen und einer Berufsunfähigkeit

Ab wann Sie bei einem Geräusch im Ohr einen Arzt aufsuchen sollten

Ob Sie einen Arzt bei einem Geräusch im Ohr aufsuchen sollten, ist abhängig von der vergangenen Zeit seit dem Auftreten des Tinnitus. Generell gilt, je früher Sie zu einem Arzt gehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Behandlung. Sie sollten daher bei einem andauernden Tinnitus 24 Stunden nach dem Auftreten einen Arzt aufsuchen. Auch wenn das Geräusch länger andauert gibt es für Sie keinen Grund in Panik zu geraten. Der Tinnitus ist nicht lebensgefährlich und stellt keinen Notfall dar. In den meisten Fällen verschwindet er auch nach längeren andauern. Erst wenn Sie das Geräusch länger als drei Monate wahrnehmen, spricht man von einem chronischen Tinnitus. Falls Sie nach 24 Stunden einen Arzt konsultieren wollen, besuchen Sie einen Hals-Nasen-Ohren Arzt. Dieser wird mittels verschiedener Tests versuchen den Tinnitus zu kategorisieren. So wird er feststellen, ob es sich dabei um einen subjektiven oder objektiven Tinnitus handelt. Zudem wird versucht die genaue Ursache des Geräusches zu diagnostizieren. Je nach Ursache, Schweregrad und Ihrer Lebenssituation, wird Ihr Arzt eine passende Behandlung vorschlagen. Im folgenden Tinus-Beitrag erfahren Sie mehr über das Thema. 

Wann Sie bei einem Geräusch im Ohr zum Arzt gehen sollten
Wann Sie bei einem Geräusch im Ohr zum Arzt gehen sollten

Behandlungsmöglichkeiten des Tinnitus

Die Behandlung des Tinnitus richtet sich immer nach der Ursache. Daher ist der erste Schritt einer Behandlung immer die genaue Feststellung der Art des Geräusches und dessen Ursprung. Bei einem objektiven Tinnitus beseitigt man die körpereigene Schalquelle, um das Geräusch zu unterbinden. Im Gegensatz dazu ist bei einem subjektiven Tinnitus, die Art der Therapie von einer erfolgreichen Diagnose der Ursache abhängig. Bei einer ungewissen Geräuschquelle versucht man, den Tinnitus mit Cortisol Spritzen zu therapieren. Ist der Ursprung des Geräusches bekannt, richtet sich die Behandlung nach der Geräuschquelle. So kann beispielsweise der Kiefer oder der Kauapparat der Grund für den Tinnitus sein. Dies wird dann durch einen Kieferorthopäden behandelt.

Geräusch im Ohr - Behandlung
Geräusch im Ohr - Behandlung

 

Da ein Tinnitus eine große Belastung für Betroffene darstellen kann, sollten Sie zusätzlich zu der eigentlichen Behandlung immer begleitende Therapiemaßnahmen ergreifen. Dazu gehören beispielsweise das Besuchen von Selbsthilfegruppen, eine kognitive Verhaltenstherapie oder Hörtherapeutische Maßnahmen. Leiden Sie zudem unter Depressionen oder Angstzuständen, sollten Sie auch einen Psychotherapeuten konsultieren.

Was Sie bei einem Geräusch im Ohr selber tun können

Stress vermeiden
Geräusch im Ohr - Stress
Geräusch im Ohr - Stress

Stress kann der Auslöser für das Geräusch in Ihrem Ohr sein. Zudem kann hoher Belastungsdruck die Begleiterscheinungen stark verstärken. Vermeiden Sie daher stressige Situationen. Versuchen Sie unterschiedliche Techniken zum Stressabbau aus. Zudem können Sie Tätigkeiten nachgehen, die Sie von dem Geräusch im Ohr ablenken. Das kann ein einfacher Spaziergang, ein Gespräch mit Freunden aber auch einfachen Fernsehen sein. Weitere Informationen zu dem Thema „Tinnitus und Stress“ können Sie im folgenden Tinus Beitrag nachlesen.

Umgang mit der Stille
Geräusch im Ohr - Stille
Geräusch im Ohr - Stille

Vor allem am Anfang sollten Sie Stille vermeiden. Das hört sich im ersten Moment vielleicht komisch an, hat aber eine einfache Erklärung. Für die meisten Betroffenen sind gerade geräuschlose Situation, beispielsweise das Einschlafen besonders belastend. Je stiller ein Ort, desto intensiver nehmen Betroffene das Geräusch im Ohr wahr. Helfen kann Ihnen eine ruhige Geräuschkulisse, die Sie im Hintergrund abspielen. Sie können beispielsweise einen Podcast, Musik oder bestimme Tonfrequenzen hören.

Nicht in Panik verfallen
Geräusch im Ohr - Panik
Geräusch im Ohr - Panik

Falls bei Ihnen ein Geräusch im Ohr auftritt, sollten Sie so weit wie möglich Ruhe bewahren. Denken Sie daran, Tinnitus ist kein Notfall und er schadet Ihnen kurzfristig nicht. Die meisten Geräusche verschwinden wieder von ganz alleine. Vor allem Panik schadet Ihnen in jeglicher Hinsicht. Sie verstärken dadurch die Symptome des Tinnitus und ermöglichen das Auftreten von weiteren Begleiterscheinungen. 

Wie Sie Tinnitus vorbeugen können

Die beste Behandlung gegen das Geräusch im Ohr ist eine ausreichende Vorbeugung. Versuchen Sie möglichst laute Geräusche zu meiden. Bei lauten Veranstaltungen wie Konzerten, Festivals oder Partys können Sie zum Beispiel einen Hörschutz erleiden. Ein weiterer wichtiger Punkt, um Tinnitus vorzubeugen ist es Stress zu vermeiden. So kann Ihnen Yoga, verschiedene Atemtechniken und weitere entspannende Tätigkeiten dabei helfen.

Sprechen Sie mit anderen Betroffenen

Die ungewohnte Situation mit dem Geräusch im Ohr kann stark die Psyche beeinflussen. Die Kommunikation mit anderen Betroffenen kann Ihnen dabei helfen ihre Lebensqualität zu steigern. Auf der Homepage der Deutschen Tinnitus-Liga e.V. (kurz: DTL) können Sie nach Selbsthilfegruppen in Ihrer Region suchen. Mehr Informationen finden Sie auf www.tinnitus-liga.de. Auf der Homepage finden Sie zudem weitere Informationen über das Symptom Tinnitus. Sie können auch Informationsbroschüren anfordern.

Bei einem Geräusch im Ohr mit anderen Betroffenen sprechen
Bei einem Geräusch im Ohr mit anderen Betroffenen sprechen

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