So gut wie jeder hatte schon einmal ein ungewohntes Geräusch im Ohr. Vielleicht wurde das Geräusch durch zu laute Musik auf einer Party ausgelöst. Manchmal tritt es aber auch plötzlich ohne klare Ursache auf. Dieses Geräusch kann in den unterschiedlichsten Formen auftreten. Ob Rauschen, Ringen, Summen, Pfeifen oder Knacken – wie das Geräusch wahrgenommen wird variiert von Person zu Person. Glücklicherweise verschwindet der Tinnitus in den meisten Fällen nach kurzer Zeit jedoch wieder von ganz alleine. Auf was solltest du achten, wenn das Geräusch nicht ausklingt? Wann solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen? Wie kannst du dir selbst helfen? In folgendem Beitrag beantworten wir dir all diese Fragen und informieren dich über das Geräusch im Ohr.

Spontan auftretende Geräusche im Ohr bezeichnet man als Tinnitus. Meist verschwindet dieser von ganz alleine wieder. In wenigen Fällen kann das Geräusch allerdings auch chronisch werden und ist somit dauerhaft hörbar. Ein Tinnitus bezeichnet allerdings keine Erkrankung, sondern lediglich ein Symptom. Prinzipiell unterscheidet man zwischen zwei Arten von Geräuschen.

Tinnitustypen

Der objektive Tinnitus

Falls du nach dem Auftreten eines Tinnitus einen Arzt oder eine Ärztin besuchst, wird diese/r am Anfang unterschiedliche Tests durchführen, um das Geräusch im Ohr festzustellen. Gelingt ihm oder ihr das, spricht man von einem objektiven Tinnitus. Die Ursache für das Geräusch ist dann eine real existierende physische Schalquelle. Dadurch ist die Behandlung einfacher als bei einem subjektiven Tinnitus, da versucht wird die Ursache zu eliminieren.

Geräusch im Ohr
Der subjektive Tinnitus

Bei einem subjektiven Tinnitus kann ein untersuchender Arzt oder eine Ärztin die Töne nicht nachvollziehen. Die Ursache liegt hier meistens bei einem Fehler im auditiven System des Gehirns.

Geräusch Ohr

Das Geräusch im Ohr lässt sich in verschiede Schweregrade einteilen. Je nach Belastungsgrad wird der Tinnitus wiederum in vier Grade eingeteilt. Der 1. und der 2. Grad beziehen sich dabei auf den kompensierten Tinnitus und der 3. und 4. Grad auf den dekompensierten Tinnitus.

Ob du einen Arzt oder eine Ärztin bei einem Geräusch im Ohr aufsuchen solltest, ist abhängig von der vergangenen Zeit seit dem Auftreten des Tinnitus. Generell gilt, je früher du zu einem Arzt oder einer Ärztin gehst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Behandlung. Du solltest daher bei einem andauernden Tinnitus 24 Stunden nach dem Auftreten einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Auch wenn das Geräusch länger andauert gibt es für dich keinen Grund in Panik zu geraten. Der Tinnitus ist nicht lebensgefährlich und stellt keinen Notfall dar. In den meisten Fällen verschwindet er auch wieder. Erst wenn du das Geräusch länger als drei Monate wahrnimmst, spricht man von einem chronischen Tinnitus.

Falls du nach 24 Stunden eine-n Arzt/Ärztin konsultieren willst, besuche einen Hals-Nasen-Ohren Arzt oder eine Hals-Nasen-Ohren Ärztin. Diese/r wird mittels verschiedener Tests versuchen den Tinnitus zu kategorisieren. So wird er oder sie feststellen, ob es sich dabei um einen subjektiven oder objektiven Tinnitus handelt. Zudem wird versucht die genaue Ursache des Geräusches zu diagnostizieren. Je nach Ursache, Schweregrad und deiner Lebenssituation, wird dein Arzt oder deine Ärztin eine passende Behandlung vorschlagen. Im folgenden Tinus-Beitrag erfährst du mehr über das Thema. 

Rauschen im Ohr - Geräusch Rauschen im Ohr Behandlungen

Die Behandlung des Tinnitus richtet sich immer nach der Ursache. Daher ist der erste Schritt einer Behandlung immer die genaue Diagnose des Geräusches und dessen Ursprung. Bei einem objektiven Tinnitus beseitigt man die körpereigene Schalquelle, um das Geräusch zu unterbinden. Im Gegensatz dazu ist bei einem subjektiven Tinnitus, die Art der Therapie von einer erfolgreichen Diagnose der Ursache abhängig. Bei einer ungewissen Geräuschquelle versucht man, den Tinnitus mit Cortisol Spritzen zu therapieren. Ist der Ursprung des Geräusches bekannt, richtet sich die Behandlung nach der Geräuschquelle. So kann beispielsweise der Kiefer oder der Kauapparat der Grund für den Tinnitus sein. Dies wird dann durch eine/n Kieferorthopäden/in behandelt.

Tinnitus stellt oft eine große Belastung für Betroffene dar, deshalb solltest du zusätzlich zu der eigentlichen Behandlung immer begleitende Therapiemaßnahmen ergreifen. Dazu gehören beispielsweise das Besuchen von Selbsthilfegruppen, eine kognitive Verhaltenstherapie oder Hörtherapeutische Maßnahmen. Leidest du zudem unter Depressionen oder Angstzuständen, solltest du auch eine/n Psychotherapeuten/in konsultieren.

Was du bei einem Geräusch im Ohr selber tun kannst

Die beste Behandlung gegen das Geräusch im Ohr ist eine ausreichende Vorbeugung. Du solltest versuchen möglichst laute Geräusche zu meiden. Bei lauten Veranstaltungen wie Konzerten, Festivals oder Partys könntest du zum Beispiel einen Hörschutz tragen. Ein weiterer wichtiger Punkt, um Tinnitus vorzubeugen ist es Stress zu vermeiden. So können dir Yoga, verschiedene Atemtechniken und weitere entspannende Tätigkeiten dabei helfen dich zu entspannen.

Besonders gefährdete Berufsgruppen

Bestimmte Berufsgruppen gelten als besonders Tinnitus-gefährdet. Darunter fallen vor allem Arbeiten, die ständig Lärm ausgesetzt sind. Besonders abrupter Lärm, wie z. B. Knallgeräuschen, sind für unser Gehör extrem schädlich. Deshalb sieht die Arbeitssicherheit vor, Gehörschutz zu tragen. Ziel davon ist Hörprobleme und Tinnitus vorzubeugen. Kaum Beachtung bei der Tinnitus-Prävention bekommt aber das Thema Stress. Dieser kann in so gut wie jeder Arbeitsbranche auftreten und ist leider kaum vermeidbar. Deshalb ist es sehr wichtig deinen Alltag so aufzubauen, dass du dich regelmäßig entspannen kannst.

Stressbedingter Tinnitus kann jeden treffen, der einen anstrengenden Tagesablauf hat. Viele Betroffene bemerken erst durch ihre Erkrankungen, dass sie den Anforderungen ihres Jobs nicht mehr gewachsen sind. Um den Stress in den Griff zu bekommen strukturieren viele ihren Alltag um. Dies ist oft eine positive Umstellung, die beispielsweise das Erlernen von Entspannungstechniken mit sich bringt.

Gesunder Schlaf

Einer der wichtigsten Punkte zur Vorbeugung von Tinnitus ist es einen gesunden Schlaf zu haben. Dazu zählt sich zu entspannen, erfolgreich Einzuschlafen, die Tiefschlafphase zu erreichen und in die REM-Phase zu gelangen. Falls du unter Schlafproblemen leiden solltest, informiere dich hier über 11 Tipps um Schlafprobleme zu vermeiden.

Einschlafstörung Schlafprobleme - was kann ich tun Infografik Schlafzyklus

Generell Kommunizieren wir miteinander um uns zu entwickeln und unsere Mitmenschen zu verstehen. Der Mensch will von Natur aus seine Freuden und aber auch seine Leiden mit anderen teilen. So können wir durch die Kontaktaufnahme Fragen klären und beantworten. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig mit anderen Menschen über seine Probleme zu sprechen. Es hilft jede Art von Kommunikation mit deinen Verwandten oder einfach mit Mitmenschen. Besonders hilfreich ist es jedoch, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Ihr könnt eure Erfahrungen aber auch Ängste miteinander teilen. Da ihr mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen habt könnt ihr euch gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und bereits erlangtes Wissen austauschen. Zudem ist es hilfreich zu wissen, dass du nicht alleine bist und immer jemanden zum Reden hast.

Die ungewohnte Situation mit dem Geräusch im Ohr kann deine Psyche stark beeinflussen. Kommunikation mit anderen Betroffenen kann dir dabei helfen deine Lebensqualität zu steigern. Auf der Homepage der Deutschen Tinnitus-Liga e.V. (kurz: DTL) kannst du nach Selbsthilfegruppen in deiner Region suchen. Mehr Informationen findest du auf www.tinnitus-liga.de. Unsere Website bietet dir zudem weitere Informationen über das Symptom Tinnitus. Du kannst bei uns auch gerne Informationsbroschüren anfordern.

Geräusch im Ohr

Geräusch im Ohr

Objektiver Tinnitus

Die Ursache für das Geräusch ist eine real existierende physische Schalquelle. Die Therapie besteht daraus, diese Quelle zu beseitigen.

Subjektiver Tinnitus

Bei einem subjektiven Tinnitus kann ein-e untersuchende-r Arzt/Ärztin die Töne nicht wahrnehmen. Die Ursache liegt hier meistens bei einem Fehler im auditiven System des Gehirns.

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