Alles was Sie zum Thema Menière-Krankheit wissen müssen

Frau hat einen Schwindelanfall aufgrund von Menière-Krankehit

Menière-Krankheit, was ist das eigentlich?

Wenn Sie plötzlich ein Rauschen oder Pfeifen wahrnehmen und ihre Umgebung anfängt sich zu drehen, dann könnten Sie unter der Menière-Krankheit leiden.

Unter der Menière Krankheit, auch Morbus Menière genannt, versteht man eine Erkrankung des Innenohrs. Der Betroffene verspürt dabei Schwindelattacken. Zusätzlich können Übelkeit, Ohrengeräusche sowie Schwerhörigkeit vorkommen. Das Eintreten des Schwindels setzt dabei akut ein und dauern meist etwa 20 bis 30 Minuten. In Einzelfällen kann es auch über mehrere Stunden anhalten. Die auftretende Schwerhörigkeit tritt meistens einseitig auf. Die meisten von Menière betroffenen Personen sind sich zwischen 40 und 50 Jahre alt.

Frau liegt mit Menière-Krankheit im Bett

Ursachen der Morbus Menière

Grundsätzlich gilt, dass ein 100%-ige Auslöser für die Menière Krankheit noch nicht bestätigt werden konnte. Dennoch trafen Forscher folgende Annahmen, die das Auftreten der Krankheit bestmöglich beschreiben können.
Grund für das Auftreten des Schwindels ist, dass die Produktion der Innenohrflüssigkeit „Endolymphe“ gestört ist. Dadurch kann sich die benannte Flüssigkeit nichtmehr richtig im Innenohr ausdehnen. Die Folge daraus ist, dass ein Überdruck entsteht. In der Fachsprache wird von einem „endolymphatischen Hydrops“ gesprochen. Durch den hohen Druck, der im Ohr entsteht, können Risse in den feinen Membranen entstehen. Die Membrane im Innenohr haben die Funktion die Räume im Innenohr voneinander abzutrennen. Dadurch werden das Druck- und Flüssigkeits-Gleichgewicht sichergestellt. Bei einem Riss in der Membran können sich die Flüssigkeiten, die sich im Ohr befinden, miteinander vermischen.
Folglich wird das Gleichgewicht der Endolymphe und der Perilymphe gestört. Die beiden Lymphe unterscheiden sich in ihrem Salzgehalt. Flüssigkeitsverschiebungen in dieser Form werden als „Hydrops“ bezeichnet. Sobald sich das Salzgehalt der beiden Flüssigkeiten vermischt, wird die Funktion des Gleichgewichts- und Hörorgans gestört. Der genaue Grund für die Überproduktion des Endolymphes konnte bis heute noch nicht eindeutig bestimmt werden.

Mann mit Menière-Krankheit sitzt am Tisch und hält sich den Kopf

Symptome

 

Wie bereits oben erwähnt macht sich die Menière-Krankheit zuerst mit Schwindelanfällen bemerkbar. Begleitend können Erbrechen, Ohrengeräuschen (Tinnitus) und auch Hörverlust auftreten.
Unter einem „Tinnitus“ versteht man ein Symptom, bei dem der Geschädigte Geräusche in Form von Pfeifen, Summen oder Raschen, wahrnimmt, die jedoch keinen äußeren Quellen zugeordnet werden können. Diese Geräusche können permanent oder temporär auf einem oder auch auf beiden Ohren auftreten. Der genaue Auslöser für Tinnitus konnte noch nicht erforscht werden.
Ein einseitiger Hörverlust ist meist Teil der Morbus Menière. In einigen Fällen kann sich die Schwerhörigkeit sogar auf beide Ohren ausbreiten. Dabei sind oftmals die tiefen Töne für den Geschädigten schwieriger zu verstehen. Je früher man der Krankheit entgegenwirkt, desto besser sind die Chancen auf eine Heilung. In Extremfällen kann sogar ein dauerhafter Hörverlust die Folge sein. Charakteristisch ist, dass die Intensität der Schwerhörigkeit, während einer auftretenden Schwindelattacke gravierender ist. Nach dem Zeitraum von 10 Minuten bis zu teilweise mehreren Stunden, nimmt der Betroffene die Geräusche um ihn herum wieder besser wahr.

Eine Menière-Krankheit wird diagnostiziert

Diagnose

 

Wenn Sie den Verdacht haben, dass sie unter der Menière Krankheit leiden, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt oder ausgewählten HNO-Arzt wenden. Dieser stellt Ihnen Fragen bezüglich des Krankheitsverlaufs. Oftmals stellt eine frühere Erkrankung der Familienmitglieder einen Indikator für den Betroffenen dar. Daraus resultiert eine mögliche erbliche Veranlagung für den Morbus Menière.

Der Arzt führt mit dem sogenannten Ohrenspiegel, oder auch Otoskop, eine Untersuchung durch. Der Sinn besteht darin, Erkrankungen des Trommelfells und des Mittelohres ausschließen zu können. Mithilfe des Otoskops ist das Einsehen des Innenohrs jedoch nicht möglich. Des Weiteren kann es durchaus vorkommen, dass bei dem Patienten zuckende Augenbewegungen wahrgenommen werden. Weitere Test können die Hörfähigkeit, sowie den Gleichgewichtssinn des Betroffenen überprüfen.

Bei dem Hörtest wird dem Patienten per Kopfhörer verschiedene Frequenzen vorgespielt. Dabei wird getestet, welches der letzte wahrnehmbare Ton für den Patienten ist.

Der Gleichgewichtstest setzt sich aus einer Untersuchung der Augenbewegung bei verschiedenen Bedingungen und einem Koordinationstest zusammen.

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