Schlafstörungen Behandlung – ein kurzer Überblick

Schlafstörung Behandlung und Therapieansätze
Schlafstörung Behandlung und Therapieansätze

 

Allgemeines über Schlafstörungen

Die häufigste Form einer Schlafstörung ist die sogenannte Insomnie. Darunter versteht man Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Sie wird häufig durch eine fehlende Schlafroutine und schlechte Angewohnheiten ausgelöst. Eine weitere häufig auftretende Schlafstörung ist die Parasomnie, welche Probleme beim Schlafen beschreibt. Darunter fallen zum Beispiel Albträume und das Schlafwandeln. Diese Schlafstörungen können sich extrem auf Ihr Leben aus wirken, in dem sie unter anderem Konzentrationsschwächen, Lustlosigkeit oder Depressionen auslösen.

Warum ist Schlaf so wichtig?

Schlaf ist essentiell für Ihren Körper und für Ihren Geist. Im Schlaf entspannen und erholen Sie sich, wodurch Sie neue Energie für den nächsten Tag tanken. Zudem  setzt er unterschiedliche hormonelle Prozesse in Gang, stärkt Ihr Immunsystem und repariert Ihre Körperzellen. Ihre Psyche verarbeitet im Schlaf die Eindrücke des Tages und speichert diese ab. Lernprozesse finden unteranderem ebenfalls beim Schlafen statt. Trotzdem wird in der heutigen Gesellschaft der Schlaf durch den ansteigenden Leistungsdruck zunehmend vernachlässigt. Dies führt zu einer drastischen Abnahme der Lebensqualität in der Bevölkerung.

Warum Schlafstörungen durch eine Behandlung therapiert werden müssen.
Warum Schlafstörungen durch eine Behandlung therapiert werden müssen.

Wie wird der Schlafrhythmus geregelt

Das Hormon Melatonin steuert Ihre eigene innere Uhr. Es sorgt dafür, dass bei ihnen ein Müdigkeitsgefühl einsetzt. Licht hemmt dabei die Produktion, so dass Sie sich bei fehlenden Sonnenstrahlen schläfrig fühlen. Verschiedene Gewohnheiten, wie unter anderem das Einsetzen von zu viel Licht am Abend, können dadurch Ihren natürlichen Rhythmus der Hormonproduktion beeinflussen. Schlechter Schlaf und weitere Schlafstörungen können dabei die Folge sein.  

Diagnose einer Schlafstörung

Probleme beim Schlafen werden meistens von den Betroffenen selber oder von einer dritten Person, wie dem Lebenspartner oder den Eltern erkannt. Ein Arzt kann dann die genaue Art der Schlafstörung in einem Gespräch oder per Schlafanalyse diagnostizieren. Passend zur Ursache wird dann eine Behandlung aufgestellt. Die Art und Weise der Therapie ist vor allem abhängig von der Form der Schlafstörung und der Lebenssituation des Patienten.

Tinus

Welche Schlafstörungen therapiert man mit welcher Behandlung

Die Behandlung Ihrer Schlafstörung richtet sich immer nach der Art der Störung, dem Schweregrad und Ihrer persönlichen Lebenssituation.

SCHLAFSTÖRUNGEN BEHANDLUNGEN

SCHLAFHYGIENE

Die häufigste Ursachen für Einschlaf- und Durchschlafprobleme ist ein schlechte Schlafroutine. Somit ist der wichtigste Bestandteil der Behandlung, das Aufbauen einer gesunden Schlafhygiene. Darunter versteht man das Implementieren von Gewohnheiten, die dem Körper einen besseren Schlaf ermöglichen. 

KOGNITIVE VERHALTENSTHERAPIE

Stellt ein Arzt bei Ihnen eine schwerwiegende Schlafstörung fest, kann Ihr Problem mittels einer kognitiven Verhaltenstherapie behandelt werden. Diese Form der Behandlung ist ein Teilbereich der Psychotherapie. Das Ziel ist es Ihr Verhalten, Ihre Gedanken und Ihre Gefühle zu untersuchen. Dadurch können Sie Verhaltensmuster erkennen, die Ihre Schlafstörung fördert. Die Behandlung wird meistens in kleinen Gruppen durchgeführt, was Ihnen auch den Austausch mit anderen Betroffenen ermöglicht.

MEDIKAMENTÖSE BEHANDLUNG

Ist die Ursache Ihrer Schlafstörung keine schlechte Schlafhygiene? Unter bestimmten Umständen kann Ihnen ein Arzt eine medikamentöse Behandlung verschreiben. Gewisse Schlafstörungen lassen sich durch Medikamente bekämpfen oder zumindest lindern. Achten Sie allerdings darauf, dass die meisten Schlafstörungen keine medikamentöse Behandlung benötigen und Nebenwirkungen auslösen können. 

STIMULUSKONTROLLE

Ein weiterer Behandlungsansatz gegen Ihre Schlafstörung ist die Stimuluskontrolle, die einen Teilbereich der Verhaltenstherapie darstellt. Unter diesem Therapieansatz versteht man, die Beeinflussung des Verhaltens auf bestimmte Reize. Für Sie bedeutet das, dass Sie ihr Verhalten gezielt auf Ihren Schlaf anpassen. So können Sie zum Beispiel:

  • im Bett nur noch schlafen und dort auf Essen, Fernsehen, etc. verzichten
  • nur bei einem Müdigkeitsgefühl schlafen gehen
  • bei Problemen mit dem Einschlafen einer entspannenden Tätigkeit nachgehen

Schlafhygiene als Behandlung von Schlafstörungen

Eine gesunde Schlafhygiene ist der wichtigste Baustein für Ihren Schlaf. Das Verändern von Gewohnheiten kann allerdings schwer sein. Daher sollten Sie versuchen einen Punkt nach dem anderen umsetzen. Für eine gesunde Schlafhygiene sollten Sie folgende Punkte beachten:

Schlafstörungen - Behandlung durch eine gesunde Schlafhygiene
Schlafstörungen - Behandlung durch eine gesunde Schlafhygiene

Schlafhygiene

regelmäßige Schlafenszeit
Schlafstörungen Behandlung - Versuchen Sie immer zu den gleichen Zeiten ins Bett zu gehen
Schlafstörungen Behandlung - Versuchen Sie immer zu den gleichen Zeiten ins Bett zu gehen

Ihr Köper besitzt eine eigene innere Uhr, die Ihren natürlichen Schlafrhythmus regelt. Falls Sie jeden Tag zu einer anderen Zeit aufstehen und einschlafen, beeinflussen Sie diese extrem. Sie sollten daher zur gleichen Zeit schlafen gehen und zur gleichen Zeit aufstehen. Diese Gewohnheit hilft Ihrem Körper den Hormonhaushalt optimal an Ihren Rhythmus anzupassen. Sie werden durch diese Gewohnheit immer zur passenden Zeit müde und wach.

Einsatz von Licht
Schlafstörungen Behandlung - Verzichten Sie auf Licht
Schlafstörungen Behandlung - Verzichten Sie auf Licht

Ein weiterer Punkt, der Ihren Hormonhaushalt optimiert, ist das Einsetzten von Licht. Das Tageslicht regelt durch die Hemmung des Melatonin Hormons Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus. Sie sollten daher versuchen eine Stunde vor dem Schlafen gehen, auf möglichst viel Licht zu verzichten. Dazu zählt vor allem die Bildschirmbeleuchtung Ihres Smartphones oder eines ähnlichen Geräts. Benutzen Sie ein eher schwaches kleines Licht, als die helle Raumbeleuchtung.

koffeinhaltige Getränke
Schlafstörungen Behandlung - Trinken Sie keine koffeinhaltigen Getränke nach 15 Uhr
Schlafstörungen Behandlung - Trinken Sie keine koffeinhaltigen Getränke nach 15 Uhr

Keine Sorge, Sie müssen nicht auf ihren Kaffe am Morgen verzichten, um besser zu schlafen. Sie sollten aber nach 15 Uhr keine koffeinhaltigen Getränke mehr zu sich nehmen. 

Alkoholkonsum
Schlafstörungen Behandlung - Verzichten Sie auf übermäßigen Alkoholkonsum
Schlafstörungen Behandlung - Verzichten Sie auf übermäßigen Alkoholkonsum

Ein Glas Rotwein oder ein kaltes Bier am Abend schadet nicht Ihrem Schlaf. Regelmäßiger Alkoholkonsum allerdings schon. Er verursacht zwar häufig ein Müdigkeitsgefühl, dennoch sollten sie auf einen regelmäßigen Konsum, mit dem Ziel besser einschlafen zu können, vermeiden. Die Müdigkeit ist nämlich nur ein Effekt. Dazu kommt noch ein enormer Abfall der Schlafqualität.

Zimmertemperatur
Schlafstörungen Behandlung - Regulieren Sie Ihre Zimmertemperatur
Schlafstörungen Behandlung - Regulieren Sie Ihre Zimmertemperatur

Eine passende Zimmertemperatur kann Ihre Schlafqualität enorm steigern. Eine passende Temperatur liegt bei ca. 18°C. Probieren Sie aus, bei welcher Temperatur Sie besser ein- und durchschlafen können. 

Essen vor dem Schlafen
Schlafstörungen Behandlung - Verzichten Sie vor dem Schlafen auf große Mahlzeiten
Schlafstörungen Behandlung - Verzichten Sie vor dem Schlafen auf große Mahlzeiten

Achten Sie darauf, wann Sie wie viel essen. Allgemein gilt, Sie sollten drei Stunden vor dem Schlafen gehen keine schwere Mahlzeit zu sich nehmen. Gleichzeitig sollten Sie aber auch nicht mit einem leeren Magen schlafen gehen. 

Medikamentöse Behandlung von Schlafstörungen

Schlaftabletten können hilfreich bei der Behandlung von Schlafstörungen sein. Allerdings verursachen sie häufig starke Nebenwirkungen. Die Einnahme sollte daher immer mit Ihrem Arzt abgesprochen sein. Dies gilt auch für rezeptfreie Mittel. Bei einer unkontrollierten Einnahme und einer fehlenden Absprache können negative Begleiterscheinungen die Folge sein. So können manche Medikamente stark abhängig machen und zu einer Gewöhnung führen. Bei bestimmten Schlafstörungen kann eine unkontrollierte Einnahme sogar lebensbedrohlich sein.

Schlafstörungen - Behandlung mit Medikamenten
Schlafstörungen - Behandlung mit Medikamenten

Drei Regeln für die Einnahme von Schlaftabletten:

  1. Einnahme nur nach ärztlicher Absprache
  2. Dauer der Behandlung auf kurze Zeit beschränken
  3. Gesunde Schlafhygiene muss mit der Behandlung einhergehen

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