Schlafstörungen und Hormone: wie wir gesünder leben können

 

Schlafstörungen und Hormone 

Diese beiden Dinge sind eng miteinander verknüpft und können zu vielen ungewollten Folgen und Krankheiten führen.

Du fühlst dich schlapp. Der Kopf schmerzt, der Rücken schmerzt und gestresst bist du auch noch.

Wenn das nur alle Symptome einer Schlafstörung wären. Studien belegen, dass Schlafstörungen das Risiko an Diabetes zu erkranken, die Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und den Blutdruck erhöhen können.

Schlafstörungen können die unterschiedlichsten Formen annehmen. Sei es, dass du nicht einschlafen kannst und dich ewig umherwälzt, dass du nachts immer wieder aufwachst oder dass du an einer sogenannten Schlafapnoe leidest, die sich meistens durch lautes Schnarchen und plötzliches Luftholen äußert. 

Wenn die Hormone verrückt spielen

Schlafstörungen und Hormone sind so eng miteinander verknüpft, dass fast alle unserer Schlafprobleme auf den Hormonhaushalt zurückzuführen sind.

Während bei einem gesunden Schlaf vermehrt Melatonin ausgeschüttet wird, der Blutdruck sinkt und zum Beispiel unsere Cortisolwerte sinken, wird bei einer Schlafstörung eine Anomalie in genau diesem Hormonhaushalt beobachtet.

Diese kann sich unterschiedlich äußern. So kann unser Körper zum Beispiel weniger Melatonin oder zu viel Cortisol ausgeschüttet haben. Außerdem spielt Insulin, vorallem bei Diabetikern, eine wichtige Rolle im Schlaf.

Schlafstörungen und Hormone: Wie kann es zu einem Ungleichgewicht kommen ?

Bei Schlafstörungen schaltet unser Körper in einen Ausnahmezustand und schüttet größere Mengen des Stresshormons Cortisol aus. Cortisol ist nicht von Haus aus schlecht, denn es hilft uns in schwierigen Situationen konzentriert und leistungsfähig zu sein. Sollte es jedoch zu häufig und nicht in den richtigen Momenten ausgeschüttet werden, kann es schnell zu Bluthochdruck führen. Erhöhter Blutdruck kann in der Folge zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen unterschiedlicher Art führen.

Cortisol hemmt zudem die Wirkung von Insulin und kann dadurch zu einer Insulinresistenz führen, die wiederum für Typ-2 Diabetes charakteristisch ist.

Ein weiteres Problem von erhöhten Cortisolwerten ist, dass dadurch die Wirkung des „Glückhormons“ Serotonin eingedämmt wird. Serotonin wird auch als Gegenspieler von Melatonin betrachtet und wird vor allem in der früh aktiv, wenn das erste Licht auf unseren Körper trifft. 

Schlafstörungen als Folge eines Ungleichgewichts im Hormonhaushalt

Bei Diabetes

Diabetes Patienten kennen das Gefühl eines unruhigen und unterbrochenen Schlafs nur zu gut. Bei Schwankungen des Blutzuckers kann es schnell zu Schlafapnoe, Unterzuckerungen oder einem Durstgefühl kommen. Diese Effekte stören uns im Schlaf und tragen dazu bei, dass wir uns am nächsten Tag nicht erholt fühlen.

Sollte dies bei dir der Fall sein, achte auf deine Zuckerwerte vor dem Einschlafen und lass dich von einem Arzt beraten. Abgesehen von kleinen Tricks wie seitlichem Schlafen oder einer Gewichtsabnahme können nämlich auch bestimmte Atemmasken deine Schlafapnoe verhindern.

Bei chronischem Stress

Solltest du unter chronischem Stress leiden, kann es dir auch schwerfallen gut ein- oder durchzuschlafen. Grund dafür ist das Cortisol welches in zu hohen Dosen ausgeschüttet wird und den guten Schlaf verhindert. 

Um das zu vermeiden, solltest du aktiv versuchen deinen Stress zu mindern, indem du zum Beispiel Entspannungstechniken übst oder Sport treibst.

 

Solltest du dir ernsthafte Sorgen über deine Gesundheit machen, empfehlen wir dir natürlich den Rat eines Arztes zu holen. 

Trotzdem gibt es einige Dinge die du selbst tun kannst, um die in diesem Artikel beschriebenen Risiken zu mindern ohne auf ärztliche Hilfe angewiesen zu sein. 

Einschlafstörungen und Hormone hängen stark zusammen, lasse dich jetzt von einem Arzt beraten.

In unserem Artikel „Welche Einschlafhilfe ist die Richtige für dich?“ zeigen wir dir 13 Methoden, die dir dabei helfen können schneller ein- und besser durchzuschlafen.

 

Reduziere deine Bildschirmzeit, um Einschlafstörungen zu vermeiden.
Reduziere deine Bildschirmzeit
Meide ein schweres Abendessen, um Einschlafstörungen zu vermeiden.
Verzichte auf ein schweres Abendessen
Bring deinen Körper in Schwung und treibe regelmäßig Sport an der frischen Luft.
Gehe raus und treibe Sport
Ein warmes Bad hilft gegen Einschlafstörungen und Hormone regulieren sich.
Warm duschen oder ein Bad nehmen
Wein , Kaffee und Co. vor dem Schlafengehen meiden.
Alkohol, Nikotin und Koffein vor dem Schlafengehen meiden
Einschlafstörungen und Hormone hängen eng miteinander zusammen.
Erst Schlafengehen, wenn du müde bist und mach es dir gemütlich
Homöopathische Mittel helfen gegen Einschlafstörungen und Hormone werden reguliert.
Nutze Baldrian, Lavendel oder Hopfen
Lüfte dein Zimmer vor dem Schlafengehen
Meditation und autogenes Training helfen gegen Einschlafstörungen
Übe dich in Meditation und autogenem Training
Mal wieder ein Buch zu lesen vor dem Schlafengehen kann gegen Schlafstörungen helfen.
Lese etwas oder höre dir etwas Seichtes an
Kirschsaft vor dem Schlafengehen kann Einschlafstörungen vermeiden.
Probiere Kirschsaft zum Einschlafen

Diese Tipps können dir daher auch dabei helfen Krankheiten vorzubeugen, welche teilweise durch Schlafstörungen entstehen können, ohne negative Auswirkungen auf deine Gesundheit zu haben.

Schlafstörungen und Hormone: Die Zusammenfassung

Wie äußert sich eine Schlafstörung?

Eine Schlafstörung kann sich als Schwierigkeit beim Ein- und/oder Durchschlafen äußern. Die Gründe dafür können divers sein und sind nicht unbedingt einfach zu erklären. So kann zum Beispiel eine Schlafapnoe der Grund für deine Probleme sein und du wirst davon höchstwahrscheinlich nur die Müdigkeit am nächsten Tag merken. In diesem Fall, könnte dein*e Bettpartner*in dich darauf aufmerksam machen.

 

Welche Hormone beeinflussen den Schlaf?

Melatonin ist das bekannteste Hormon und ist daher auch als „Schlafhormon“ bekannt. Außerdem beeinflusst das „Glückshormon“ Serotonin unseren Schlafrhythmus und wird gehemmt, wenn zu viel Cortisol ausgeschüttet werden sollte. Insulin spielt vor allem bei Diabetikern eine wichtige Rolle im Schlaf.

Was steigert Melatonin?

Melatonin wird im Zwischenhirn, genauer gesagt in der Zirbeldrüse, aus Serotonin gebildet. Um Serotonin zu produzieren braucht unser Körper die Aminosäure L-Trytophan als Baustein, welche über die Ernährung aufgenommen wird. Lebensmittel mit hohem Tryptophan Anteil sind zum Beispiel Kartoffeln, Kakao, Hülsenfrüchte oder Nüsse. 

Welche Hormone fehlen bei Schlafstörungen?

Bei Schlafstörungen fehlt vor allem das Hormon Melatonin bzw. ist in zu geringen Mengen vorhanden. Außerdem ist warscheinlich eine gerinfügige Serotonin Produktion eine Ursache der Schlafstörungen.

Wie hängen Diabetes, Schlafstörungen und Hormone zusammen?

Diabetes kann zu Schlafstörungen führen, da Schwankungen des Blutzuckers ein Durstgefühl erzeugen können und beispielsweise Schlafapnoe auftreten kann. 

Andererseits können Schlafstörungen zu Typ-2 Diabetes führen, wenn Cortisol die Wirkung des Insulins hemmt und dadurch eine Insulinresistenz entsteht. 

Schlafstörungen und Hormone sind eng verknüpft und können sich folglich auch auf unsere Gesundheit auswirken. Wie du weiter oben aber gesehen hast, können wir Einiges tun, um unser Risiko zu senken.

Probiere doch mal die Tipps aus, die wir dir in unserem Artikel zusammengefasst haben, genieße den Schlaf und nutze die daraus gewonnene Energie am nächsten Tag!

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