Ohrensausen: Symptome, Ursachen, Behandlung und Prävention

Bei dem Einen klingelt es im Ohr, der Nächste hört ein Piepen oder empfindet ein sogenanntes Ohrensausen. Trotz unterschiedlicher Geräuschwahrnehmung weisen all diese Beschreibungen auf einen Tinnitus hin. Doch warum leidest Du unter Ohrensausen, was genau steckt dahinter und was kannst Du dagegen tun?

1. Was ist ohrensausen?

Ohrensausen ist in den häufigsten Fällen ein Synonym für Tinnitus. Betroffene hören Geräusche, die andere Menschen in derselben Umgebung nicht wahrnehmen können, da es keine eindeutig zuzuordnende Schallquelle gibt.

Ungefähr 25% der Deutschen litten schon einmal unter Ohrensausen.

2. Arten von Ohrensausen

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Ohrensausen, die wir Dir folgend vorstellen möchten.

Objektives oder subjektives Ohrensausen

Objektiv

Bei objektivem Ohrensausen liegt eine tatsächliche Geräuschquelle im Körper des Betroffenen vor, beispielsweise Geräusche aufgrund strömenden Blutes. Diese Geräusche können dann auch Außenstehende durch tontechnische Verstärkung wahrnehmen.

Subjektiv

Bei subjektivem Ohrensausen liegt keine tatsächliche Geräuschquelle vor, sodass das Geräusch nicht für Außenstehende hörbar gemacht werden kann.

Dauer: akutes, subakutes oder chronisches Ohrensausen

Akut

Bei plötzlich auftretendem Ohrensausen, das bis zu drei Monaten anhält, spricht man von einem akuten Tinnitus.

Subakut

Leidest Du drei bis zwölf Monate unter Ohrensausen, bist Du von einem subakuten Tinnitus betroffen.

Chronisch

Hörst Du das Ohrensausen konstant seit über einem Jahr, leidest Du unter einem chronischen Tinnitus.

Stärke des Ohrensausens: kompensiert oder dekompensiert

Kompensiert

Betroffene nehmen zwar ein Ohrensausen war, jedoch schränkt sie das kaum bis gar nicht im Alltag ein. In diesem Fall liegt der Schweregrad I vor, da der Tinnitus keinen Leidensdruck verursacht.

Dekompensiert 

Die Lebensqualität der Betroffenen ist deutlich eingeschränkt, da das Ohrensausen großes Leid auslöst. Dies ist bei Schweregrad II bis IV der Fall.

  • Tritt das Ohrensausen hauptsächlich in Stress- und Belastungssituationen auf, befindest Du Dich in Grad II.
  • Wenn der Tinnitus im Allgemeinen Deinen Alltag einschränkt und bereits weitere körperliche Symptome verursacht, handelt es sich um Grad III.
  • Solltest Du das Gefühl haben, dass das Ohrensausen Dein gesamtes Leben extrem belastet und zu psychischen Begleiterkrankungen führt, liegt wahrscheinlich der Grad IV vor.

 

3. Symptome von Ohrensausen

Beim Ohrensausen handelt es sich primär um eine monotone Geräuschwahrnehmung, die von Patient zu Patient variieren kann. Die 9 häufigsten Beschreibungen des Tons lauten:

Das Ohrensausen kann jedoch weitere körperliche Symptome auslösen, wie zum Beispiel:

    • Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme 
    • Gleichgewichtsverlust und Schwindelgefühl
    • Kopfschmerzen 
    • Ohrenschmerzen 
    • Muskelverspannungen 
    • Geräuschempfindlichkeit
    • Psychische Probleme wie Depressionen oder Angstzustände

Nicht immer kann man eindeutig differenzieren, welche Symptome Auslöser oder Folge des Ohrensausens sind. Muskelverspannungen können beispielsweise einen Tinnitus begünstigen, oftmals leiden Betroffene aber auch aufgrund von Ohrengeräuschen unter Verspannungen.

4. Die 7 häufigsten Ursachen für ohrensausen

Ohrensausen kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Leider kann nicht immer ein eindeutiger Auslöser gefunden werden. Wir haben hier die sieben häufigsten Gründe aufgeführt:

1. Schädigung des Hörnervs oder Hörsinneszellen

Eine Schädigung des Hörnervs oder der Hörsinneszellen kann dazu führen, dass das Gehör eine bestimmte Frequenz nicht mehr wahrnehmen kann. Dann simuliert der Körper diese Frequenz oftmals und der Betroffene empfindet das beschriebene Ohrensausen. Ursache kann hierfür auch übermäßige Lärmbelastung oder ein Knalltrauma sein.

2. Medikamente

Auch die dauerhafte Einnahme bestimmter Medikamente kann Ohrensausen verursachen. Betroffene sollten daher immer mit einem Arzt abklären, ob der Tinnitus medikamentös begründet sein kann.

3. Erkrankungen

Eine Mittelohrentzündung, eine Erkältung oder Bluthochdruck kann unter Umständen zu Ohrensausen führen. Auch in diesem Fall sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, um einen chronischen Tinnitus zu vermeiden.

4. Stress, Muskelverspannungen oder Verschleiß der Wirbelsäule

Starker Stress ist sowohl eine psychische Belastung als auch häufiger Auslöser für Muskelverspannungen. Diese können, genau wie eine geschädigte Wirbelsäule, zu Ohrensausen führen, indem die Beschwerden über die Wirbelsäule an den Hörnerv weitergeleitet werden.

5. Kieferfehlstellung

Eine Kieferfehlstellung oder Zähneknirschen kann aufgrund der Nähe von Kiefer zu Hörnerv auch einen Tinnitus auslösen. Dies kommt jedoch seltener vor als die anderen Ursachen.

6. Fremdkörper im Ohr

Wenn sich Fremdkörper im Gehörgang befinden, kann dies zur Geräuschwahrnehmung führen. Fremdkörper können zum Beispiel Wasser oder ein Propf aus Ohrenschmalz sein.

7. Hormonelle Veränderungen

Hormone spielen im Körper eine wichtige Rolle und können unter Anderem Ohrengeräusche auslösen. Hormonelle Veränderungen treten beispielsweise in den Wechseljahren auf.

Vielleicht interessiert Dich auch unser Artikel über den Zusammenhang zwischen Hormonen und Schlafstörungen.

5. Wann muss ich zum Arzt und wie wird untersucht?

Oftmals verschwinden Ohrengeräusche wieder von alleine. Wenn Du aber nach ein bis drei Tagen keine Verbesserung wahrnehmen kannst, solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Erste Anlaufstelle ist hierfür der Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO). Dieser wird Dir einige Fragen bezüglich deines Ohrensausens stellen und Dich anschließend untersuchen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Folgend erklären wir Dir die gängigsten Varianten.

6. Die 7 effektivsten Behandlungsmöglichkeiten

Da es nicht immer einen eindeutigen Auslöser für das Ohrensausen gibt, gibt es leider auch nicht immer eine konkrete Behandlungsempfehlung. Nicht jeder Tinnitus kann vollständig geheilt werden.

Wir haben hier dennoch die sieben effektivsten Möglichkeiten zur Behandlung beziehungsweise Minderung der Symptome zusammengefasst!

Wichtig ist, dass Du Dich bei anhaltendem Ohrensausen an einen Arzt wendest und die Behandlungsmöglichkeiten mit ihm absprichst! Je früher die Behandlung startet, desto größer ist die Erfolgswahrscheinlichkeit.

7. Prävention

Optimaler Weise kommt es natürlich gar nicht erst zum Ohrensausen. Die folgenden drei Tipps sind tatsächlich sehr einfach umzusetzen und können effektiv verhindern, dass Du in der Zukunft Beschwerden bekommst.

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