Wichtige Kriterien

Ständiges Klingeln, Pfeifen und Brummen in den Ohren kann Tinnitus Betroffene schlichtweg in den Wahnsinn treiben. Glücklicherweise kann eine Tinnitus Therapie den Tinnitus des Betroffenen lindern. Da es verschiedene Entstehungsursachen der nervigen Ohrgeräusche gibt ist es wichtig, dass man auch unterschiedliche Tinnitus Therapie Ansätze nach ihrem Nutzen im individuellen Fall abwägt und anschließend anwendet. Hierzu solltest du frühzeitig einen Arzt aufsuchen, damit die Diagnose festgestellt werden kann und dementsprechend auch die Tinnitus Therapie möglichst früh beginnen. Je früher im Stadium des auftretenden Tinnitus die Tinnitus Therapie nämlich eingeleitet wird, desto größer sind auch die Erfolgsaussichten auf eine Heilung.  Sollten die Ohrgeräusche nur über eine Zeitspanne von wenigen Stunden andauern, kann sich hierbei um ein vorübergehendes Problem handeln, welches seine Ursache nicht im Tinnitus findet. Sollte dein Tinnitus allerdings länger als 24 Stunden andauern, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen.

Pharmakotherapie

Es gibt viele medizinische Ansätze einen Tinnitus zu therapieren. Einer davon ist die sogenannte Pharmakotherapie. Diese wird mit Arzneimitteln durchgeführt, die die Durchblutung fördern. Diesbezüglicher ist ein wichtiger Punkt, dass die Tinnitus Therapie  auf die Unterstützung des Patienten mittels Medikamenten setzt. Solltest du es vorerst lieber mit alternativen, medikamentenfreien Lösungswegen versuchen wollen, haben wir später noch ein paar interessante alternative Therapien für dich. Die Pharmakotherapie basiert auf der Annahme, dass Durchblutungsstörungen im Innenohr für den akuten Tinnitus verantwortlich sind. Ziel dieser Herangehensweise bei der Tinnitus Therapie ist es also, die Innenohrdurchblutung deutlich zu verbessern. Zusätzlich soll in dem Bereich des Innenohrs und des Hörnervs die Signalverarbeitung normalisiert werden.

Kortisontherapie

Eine weitere medizinische Maßnahme zur Bekämpfung des Tinnitus ist die Kortisontherapie. Bei dieser Tinnitus Therapie wird dem Betroffenen das Kortison direkt mittels Infusion verabreicht. Durch dieses Vorgehen gelangt der Wirkstoff direkt und ohne Umwege in den Blutkreislauf, wodurch eine schnelle Verarbeitung durch den Körper und somit auch ein schneller Eintritt der Wirkung der Tinnitus Therapie gewährleitet wird. Vorgegangen wird hierbei, indem zu Beginn eine hohe Dosis Kortison injiziert wird und diese im Laufe der Zeit kontinuierlich immer weiter reduziert wird. Das Ziel der Behandlung ist hierbei eine entzündungshemmende Wirkung zu erzielen und die Durchblutung zu fördern, um somit den Tinnitus zurückzudrängen.

Hyperbare Sauerstofftherapie

Bei der Hyperbaren Sauerstofftherapie handelt es sich um eine exotischere Form der Tinnitus Therapie. Nichtsdestotrotz hat sie sich bei einigen Betroffenen als äußerst effektiv erwiesen und ist somit hier zu nennen. Ob selbige jedoch in deinem individuellen Fall eine gute Behandlungsmethode darstellt, solltest du auf jeden Fall mit deinem Arzt erörtern, bevor du dich einer Therapie unterziehst. Bei dieser befindet sich der Betroffene in einer Überdruckkammer, in welcher ihm 100% reiner Sauerstoff verabreicht wird. Diesen atmet er als eine Art Medikament ein. Der erhoffte Effekt einer Linderung des Tinnitus wird hierbei durch die Kombination aus Sauerstoff und Überdruck erzielt. Diesbezüglich ist das Ziel der Behandlung den Sauerstoffgehalt im Blut signifikant zu erhöhen und somit möglich Ursachen des Tinnitus entgegenzuwirken. Darüber hinaus möchte man mit dieser Therapie den Effekt erzielen, geschädigte Körperbereiche mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, wodurch deren Heilung beschleunigt werden kann. 

Tinnitus Counceling

Tinnitus Counseling ist eine Tinnitus Therapie, die als Behandlung eine Kombination aus Aufklärung, Beratung und Strategie zur Bewältigung des Tinnitus heranzieht. Diese beginnt grundlegend mit der Aufklärung. Am besten wendest du dich hierzu direkt an deinen Arzt da dieser direkt mit dir beraten kann, ob ein Tinnitus Counceling für dich geeignet ist. 

Akupunktur

Die USA geben seit dem Jahr 2014 mit dem Clinical Practice Guidelines – Medscape einen Bericht aus, in dem klare Leitlinien dargeboten werden, wie ein chronischer Tinnitus behandelt werden kann. Ein chronischer Tinnitus liegt diesbezüglich vor, wenn der Betroffene bereits mindestens sechs Monate durch selbigen beeinträchtigt wird. Neben den medizinischen Tinnitus Therapien werden in dem Bericht der USA auch alternative Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Hierbei stehen im allgemeinen viele alternative Behandlungsmethoden bei Tinnitus zur Verfügung, die in der Regel auch leicht in den Alltag integriert werden können. Eine davon ist die Akupunktur. Auch die Leitlinie der deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde empfiehlt die Akupunktur als alternative Tinnitus Therapie bei Ohrengeräuschen. Bei der Akupunktur handelt es sich um eine Heilpraktik die ursprünglich im antiken China entwickelt wurde. Das Wissen über selbige wurde über die Jahrtausende weitergegeben und kam schließlich in der westlichen Welt an, wo die Methode heute von Ärzten und Heilpraktikern praktiziert wird.

Vorgehen bei einer Akupunktur

Es werden spitze Nadeln an speziellen Punkten in den Körper eingestochen. Bei diesen sogenannten Akupunkturpunkten handelt es sich um Stellen, an denen sich oft mehrere Nerven- oder Muskelstränge treffen und es sich somit um Punkte mit einem hohen Maß an Informationsweiterleitung im Körper handelt. Aufgrund dessen kann eine Beeinträchtigung mancher dieser Punkte den Energiefluss innerhalb des Körpers behindern. Um dem entgegenzuwirken werden die Punkte durch die Nadeln auf spezielle Weise stimuliert, wodurch ein Reiz im Körper ausgelöst wird, welcher bei Patienten häufig zu tiefer Entspannung führt. Bei Akupunktur handelt es sich hierbei um eine sehr wirkungsvolle Behandlungsmethode, die selbst bei chronischen Tinnitus gute Effekte erzielen kann. Zudem können auch Begleiterscheinungen des Tinnitus wie Konzentrationsschwäche oder Schlafstörungen durch die Anwendung der Akupunkturnadeln verbessert werden.

Die Psyche

Betroffene machen sich zunehmend Gedanken über den Tinnitus und horchen ständig auf den Ton im Ohr. Dadurch kann es zu einer Verstärkung des Signals im Hörzentrum des Gehirns kommen. Man fokussiert sich immer stärker auf den Tinnitus, wodurch sich das Gehirn gewöhnt, diesen auch immer mehr in den Fokus der eigenen Wahrnehmung zu stellen. Hierdurch wird der Ton noch stärker wahrgenommen, wodurch der Fokus auf selbigen wieder verstärkt wird. Die psychische Belastung auf Betroffene wird immer größer und Stresshormone werden freigesetzt. Es kommt zu einem Teufelskreislauf, an dessen Ende auch weiterführende psychische Krankheiten wie Depressionen stehen können, welche das Leben der Betroffenen noch weiter beeinträchtigen. 

Entspannungsverfahren

Stress gilt als einer der größten Risikofaktoren für die Entstehung eines Tinnitus. Hinzu kommt, dass Stress auch bei einem bereits bestehenden Tinnitus eine starke negative Rolle spielen kann. Stehen wir unter Anspannung werden in der Regel auch die Ohrgeräusche stärker wahrgenommen als dies der Fall wäre, wenn wir vollkommen entspannt wären. Zudem hat Stress auch ganz allgemein viele negative Auswirkungen auf den Körper und die Psyche. Ein konsequenter Stressabbau und gezielte Entspannung sollten daher für jeden Menschen eine zentrale Rolle spielen, ganz besonders jedoch für Tinnitus-Patienten. Eine der besten Möglichkeiten sich zu entspannen und langfristig einen gesünderen Lebensstil zu führen sind hierbei Entspannungstechniken wie Tai Chi, Qigong oder beispielsweise auch Yoga. Hierbei handelt es sich um Methoden, die bereits vor tausenden von Jahren entwickelt wurden, um den Menschen ihren Stress zu nehmen und ein sorgenfreieres Leben zu ermöglichen. Eine dieser Methoden, nämlich das Yoga, möchten wir dir im Folgenden näherbringen.

Einführung in Yoga

Beim Yoga handelt es sich um eine aus Indien stammende philosophische Lehre, die bereits in der Antike entwickelt wurde. Über die Jahrtausende hinweg hat sich das ursprüngliche Yoga in viele verschiedene Richtungen unterteilt aus denen man wählen kann. Da sie alle aus demselben ursprünglichen Yoga hervorgegangen sind unterscheiden sie sich jedoch nicht allzu sehr. Das Yoga wie wir es heute kennen und ausführen umfasst tausende von Übungen, deren Zweck es ist die Verbindung zwischen Körper und Geist zu stärken und zusätzlich Entspannung und Stressabbau zu bewirken. Um deinen Körper auf das Yoga vorzubereiten solltest du für einen Zeitraum von einer Stunde vor dem Training auf Essen verzichten. Auch solltest du auf eine ansprechende und angenehme Umgebung achten, um deinen Geist in die richtige Stimmung zu versetzen. Lege deinen Schmuck ab und ziehe bestenfalls bequeme Kleidung an. Betrete die Yogamatte barfuß und achte im Vorlauf deines Trainings auf deine Atmung.

Das Dreieck

Um mit der Übung das Dreieck zu starten solltest du deine Füße je nach individueller Größe etwa einen Meter weit auseinanderstellen. Atme tief und und hebe den rechten Arm nach oben. Nun atmest du aus und beugst dich nach links, bis du ein leichtes Ziehen in deiner Seite spürst. Die linke Hand legst du dabei wenn möglich auf den linken Fuß. Versuche hierbei mit den Armen in einer Linie zu bleiben, um das Maximale aus der Übung herauszuholen. Warte einige Zeit ab, bis du dich etwas gedehnt fühlst und wechsle dann die Seite.

Der Sonnengruß

Beginne im aufrechten Stand, die großen Zehen deiner Füße liegen nebeneinander und deine Arme hängen entspannt an deinem Körper herab. Bringe nun deine Arme nach oben und lass deine Handflächen sich weit über deinem Kopf berühren. Richte deinen Blick auf die Decke. Mache nun mit deinem rechten Fuß einen großen Ausfallschritt nach hinten, richte deinen Blick nach vorne und drücke deine Schultern nach unten. Daraufhin stellst du den linken Fuß neben den rechten, spreizt die Finger und streckst die Arme und Beine während dein Po zur Decke zeigt. Nun gehst du in Liegestützposition und spannst deinen Bauch an. Gehe gen Boden, hebe dabei deinen Kopf an und mache ein Hohlkreuz. Nun schiebst du dich zurück und streckst wie zuvor die Arme und Beine während dein Po zur Decke zeigt. Von nun an führst du die Schritte weiter in der umgekehrten Reihenfolge aus, bis du wieder im aufrechten Stand angekommen bist.

Der Baum

Hierbei handelt es sich um eine der beliebtesten Yogaübungen überhaupt. Stemme dich diesbezüglich mit deinem rechten Fuß in den Boden und verlagere dein Gewicht auf das rechte Bein. Nun löst du deinen linken Fuß vom Boden und bringst die Ferse an die Innenseite deines rechten Oberschenkels. Strecke die Arme nach oben aus und lass deine Handflächen sich weit über deinem Kopf berühren. Halte diese Position 30 Sekunden bis eine Minute lang an und wechsle dann die Seite auf deinen rechten Fuß.

Wie aufgeführt, gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Ansätzen, um deine Ohrgeräusche in den Hintergrund treten zu lassen. Natürlich hast du keine Garantie, dass der Tinnitus für immer geheilt ist, aber lass dich auf die verschiedenen Behandlungsansätze ein, bestimmt gibt es eine Möglichkeit, dass dir auch weiterhin geholfen wird.

Falls du noch mehr über Behandlungsmöglichkeiten bei Tinnitus wissen möchten, klicken sie hier.

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